VITREA Rehazentrum Wörgl

Wissenwertes für Ärzt:innen

Das Wichtigste für Ärzt:innen und Zuweiser:innen in Kürze

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Was sind die Voraussetzungen für eine Rehabilitation

Unser Ziel ist es, Sie bei der optimalen Versorgung Ihrer Patient:innen zu unterstützen und eine transparente, effiziente Zusammenarbeit zu ermöglichen. Durch die enge Abstimmung mit Ihnen als behandelnde:r Ärzt:in stellen wir sicher, dass Ihre Patient:innen bestmöglich, individuell und wohnortnah rehabilitiert werden.

Rehabilitationsbedürftigkeit

Eine Rehabilitationsbedürftigkeit liegt vor, wenn bei Patient:innen nicht nur vorübergehende Einschränkungen der körperlichen, psychischen oder sozialen Leistungsfähigkeit bestehen oder zu erwarten sind. In diesen Fällen ist ein umfassendes, interdisziplinäres Rehabilitationskonzept erforderlich.

Ziel der Rehabilitation ist es,

  • ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu vermeiden,

  • die Selbstständigkeit der Patient:innen möglichst langfristig zu erhalten,

  • und eine nachhaltige Wiedereingliederung in Beruf, Gesellschaft und Familie zu unterstützen – idealerweise ohne dauerhaften Betreuungs- oder Hilfebedarf.

Durch die frühzeitige und gezielte Rehabilitation erhalten Patient:innen die Chance, ihre Funktionsfähigkeit, Aktivität und Teilhabe nachhaltig zu verbessern und ihren Alltag wieder eigenständig zu gestalten.

Rehabilitationsfähigkeit

Rehabilitationsfähigkeit liegt vor, wenn Patient:innen aufgrund ihrer körperlichen sowie psychischen bzw. mentalen Voraussetzungen in der Lage sind, aktiv an einer medizinischen Rehabilitation teilzunehmen und an den therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken.

Zentrale Voraussetzungen sind dabei:

  • ausreichende körperliche und psychische Belastbarkeit,

  • die Fähigkeit, Anleitungen zu verstehen und umzusetzen,

  • sowie eine ausreichende Motivation, aktiv an der eigenen Genesung mitzuwirken.

Eine vorhandene Motivation ist dabei ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor, da sie maßgeblich dazu beiträgt, die individuellen Rehabilitationsziele zu erreichen und nachhaltige Therapieerfolge zu erzielen.

Rehabilitationsprognose

Die Rehabilitationsprognose beschreibt, wie gut die festgelegten Rehabilitationsziele innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichbar sind. Sie dient als wichtige medizinische Einschätzung für Planung und Erfolg der Rehabilitation.

Eine positive Rehabilitationsprognose liegt vor, wenn:

  • der bisherige Krankheitsverlauf berücksichtigt wird,

  • ausreichendes Kompensationspotenzial vorhanden ist,

  • individuelle Ressourcen der Patient:innen (z. B. körperliche, psychische und soziale Faktoren) gegeben sind

  • und es aus medizinischer Sicht überwiegend wahrscheinlich ist, dass die Rehabilitationsziele erreicht werden können.

Eine realistische und positive Rehabilitationsprognose schafft die Grundlage für eine zielgerichtete, wirksame Rehabilitation und unterstützt eine nachhaltige Rückkehr in Alltag, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe.

Dauer der ambulanten Rehabilitation

Die ambulante Rehabilitation wird je nach medizinischer Situation in Reha-Phase 2 oder Reha-Phase 3 durchgeführt.

  1. Reha-Phase 2 ist in Österreich die Rehabilitation im sozialversicherungsrechtlichen Sinn und folgt typischerweise auf die Akutbehandlung (bzw. auf Phase I).
  2. Reha-Phase 3 dient der Stabilisierung und Vertiefung der in Phase II erreichten Effekte. Sie ist in der Regel im Anschluss an Phase II vorgesehen. Je nach Indikation sind Ausnahmen möglich (z. B. in begründeten Fällen, je nach Programmstruktur).

Dauer der ambulanten Rehabilitation in Innsbruck

                             REHA PHASE 2              REHA PHASE 3
Dauer in
Wochen
Tage
pro
Woche
Stunden
pro Tag
Dauer in Monaten Tage
pro Woche
Stunden
pro Tag
Kardiologische
Reha
6-10 4 bis zu 5 bis zu 6 1-2 bis zu 4
Neurologische
Reha

 

bis zu 6 1-2 bis zu 4
Onkologische
Reha
6-10 4 bis zu 5
Orthopädische
Reha
6-10 4 bis zu 5 bis zu 6 1-2 bis zu 4
Pneumologische
Reha
6-10 4 bis zu 5 bis zu 6 1-2 bis zu 4
Psychiatrische
Reha
6-10 5 ganztags bis zu 12 1-2 bis zu 4
Stoffwechsel
Reha
6-10 4 bis zu 5 bis zu 6 1-2 bis zu 4

Medizinisches und therapeutisches Vorgehen

  • Medizinischer Ablauf: Zu Beginn steht eine ärztliche Eingangsuntersuchung mit Zieldefinition. Darauf basiert die individuelle Therapieplanung im multiprofessionellen Setting. Verlauf und Zielerreichung werden regelmäßig evaluiert und dokumentiert.
  • Zuweisung und Indikationsprüfung: Für die Aufnahme ist eine medizinische Indikationsprüfung erforderlich. Die Zuweisung erfolgt üblicherweise nach der Genehmigung des Reha-Antrags durch den zuständigen Versicherungsträg mit Bewilligung im jeweiligen Reha-Setting (Phase II oder III). Die Einordnung in Phase II versus Phase III erfolgt anhand der klinischen Ausgangslage und des Reha-Ziels (Wiederherstellung nach Akutereignis vs. längerfristige Stabilisierung bzw. Festigung der Fähigkeiten).
  • Der Rehabilitationsverlauf wird medizinisch dokumentiert. Relevante Befunde, Zielerreichung und funktionelle Entwicklungen werden nachvollziehbar festgehalten. Auf Wunsch erhalten Sie strukturierte Rückmeldungen zum Verlauf sowie einen ärztlichen Abschlussbericht mit Empfehlungen für die weitere Versorgung.
  • Die Entlassungsplanung berücksichtigt die notwendige Weiterbehandlung. Empfehlungen für medizinische, therapeutische oder präventive Maßnahmen werden klar formuliert, um die Kontinuität der Versorgung sicherzustellen.
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